Risotto

Risotto ist ein klassisches Gericht aus Norditalien, besonders aus den Reisanbaugebieten im Piemont und der Lombardei. Das Wort „Risotto“ leitet sich vom italienischen „riso“ für Reis ab und beschreibt eine Zubereitungsart, bei der der Reis langsam in Brühe gegart wird, bis er cremig und sämig ist. Typischerweise verwendet man spezielle Rundkornreis-Sorten wie Arborio oder Carnaroli, die durch ihren hohen Stärkegehalt die typische cremige Konsistenz ermöglichen.

Die klassische Risotto-Zubereitung beginnt damit, dass der Reis in Fett (Butter oder Öl) kurz angeröstet wird, bevor er nach und nach mit heißer Brühe aufgegossen wird. Dabei wird stetig gerührt, um die Stärke freizusetzen und den Reis sämig zu machen. Am Ende wird das Risotto mit Butter und Parmesan verfeinert.

Risotto kann mit verschiedensten Zutaten wie Pilzen, Safran, Meeresfrüchten oder Gemüse zubereitet werden und ist sowohl als Hauptgericht als auch als Beilage beliebt. Das Geheimnis eines guten Risottos liegt in der Geduld und dem ständigen Rühren, um die perfekte cremige Textur zu erreichen – ein Gericht, das sowohl einfach als auch raffiniert zugleich ist.

Zutaten

160 g – 180 gRisottoreis (Arborio oder Carnaroli)
600 ml – 700 mlGemüsebrühe
etwa 50 mltrockener Weißwein
einekleine Schalotte
2 - 3 ELButter
40 g – 50 g frisch geriebener Parmesan
Salz

Zubereitung

Zunächst die Gemüsebrühe erhitzen und die kleine Schalotte fein hacken. Anschließend die Schalotte in einem Topf mit etwas Olivenöl und einem kleinen Stück Butter glasig anschwitzen, ohne dass sie Farbe annimmt (Soffritto).

Danach den Risottoreis dazugeben und unter ständigem Rühren so lange anrösten, bis die Körner leicht glasig sind (Tostatura). Mit Weißwein ablöschen und vollständig einkochen lassen.

Sobald die Flüssigkeit aufgenommen ist, nach und nach Kelle für Kelle heiße Brühe zugeben und dabei vorsichtig rühren, damit nichts ansetzt. Erst wenn die Flüssigkeit fast aufgenommen wurde, erneut Brühe hinzufügen. Diesen Vorgang wiederholen, bis der Reis al dente, bissfest und cremig ist.

Wichtig: Die Brühe sollte immer heiß sein, da der Reis sonst ungleichmäßig gart.

Das Risotto anschließend vom Herd nehmen und einen Esslöffel Butter sowie frisch geriebenen Parmesan unterrühren. Danach kurz ruhen lassen (Mantecatura). Dadurch entsteht die typische cremige Konsistenz.

Zum Schluss das Risotto sofort servieren.

Risotto Gerichte

Risottoreis

Arborio ist ein klassischer Risottoreis mit einem größeren, runden Korn. Er gibt beim Kochen viel Stärke ab und sorgt dadurch schnell für eine sehr cremige, weiche Konsistenz. Das Risotto wirkt dadurch besonders sämig und rund im Mundgefühl. Der Reis ist unkompliziert in der Zubereitung und verzeiht kleinere Fehler recht gut, kann bei zu langer Garzeit jedoch schneller etwas weich oder „matschig“ werden. Das Ergebnis ist ein klassisches, sehr cremiges und angenehm unkompliziertes Risotto.

Carnaroli hat ein etwas längeres, festeres Korn. Dadurch bleibt er auch bei längerer Garzeit stabil im Biss und behält seine Struktur. Gleichzeitig entwickelt er eine sehr gute Cremigkeit, ohne seine Körnigkeit zu verlieren. Genau diese Balance aus sämiger Textur und klarem Biss macht ihn besonders in der gehobenen Küche zur bevorzugten Wahl.

Arborio = cremiger, weicher, unkompliziert
Carnaroli = strukturierter, stabiler, gastronomischer Standard